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Nice Gender, Did Your Mum Pick It Out For You?

2. September 2026

Heute hab ich in Inkscape einen Schriftzug etwas kantiger gemacht, als es jede installierte Font erlaubt hätte.

„nice gender, did your MUM pick it out for you?“ in zackigem, handgezeichnetem Schriftzug

Vor ein paar Tagen hab ich ihn auf einem T-Shirt im Museum of Transology entdeckt. Das Museum sammelt von TIN-Personen1 Objekte, die unsere Gender-Geschichten erzählen.

“nice gender, did your MUM pick it out for you?”

Denn ja: Die allermeisten Personen sind cisgender, identifizieren sich also mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen werden konnte.2 3 Der Schriftzug stellt cis-Personen die Frage, ob sie ihre Geschlechtsidentität ungefragt übernommen haben.

TIN-Personen stärkt der Spruch den Rücken, denn in einer cisnormativen Welt fühlt man sich als TIN-Person manchmal wie ein Alien, doch dieses T-Shirt durchbricht Cisnormativität, indem es Genderqueerness als selbstbestimmt positiv konnotiert.



  1. TIN-Personen = Trans-, Inter- und nichtbinäre Personen ↩

  2. Homosaurus Editorial Board: „Cisgender identity“, in: Homosaurus: An International LGBTQ+ Linked Data Vocabulary, Version 5 (abgerufen am 2. September 2026). ↩

  3. Ipsos. LGBT+ Pride 2023: A 30-Country Ipsos Global Advisor Survey. Global Advisor Survey. Ipsos, 2023. In Deutschland identifizieren sich laut dieser Umfrage 4 % der Befragten als trans, nicht-binär/gender-nonconforming/genderfluid oder anderweitig nicht als Mann oder Frau. ↩